Emulsionen in der Kosmetik - was steckt hinter der beliebten Wasser- und Ölmischung

Geposted von Elisa Ansar am

Was sind eigentlich Emulsionen?

Im Folgenden erfährst du, was Emulsionen sind, woraus eine Emulsion besteht, welche Arten von Emulsionen es gibt und welche Vorteile sie haben. Zu den gängigsten und bekanntesten Emulsionen in der Kosmetik gehören Cremes, Lotionen, Fluids und Körpermilch. 

 

Das Gemisch von Wasser und Öl

Emulsionen sind ein System (oder eine Mischung), das aus zwei verschiedenen Flüssigkeiten besteht, von denen eine in Form kleiner Tröpfchen durch die andere diffundiert, so wie bei der Mischung von Wasser und Öl.

Emulgatoren, sind Hilfsmittel, die diese beiden Flüssigkeiten verbinden, die sich sonst nicht mischen lassen. Jeder kennt es, Öl schwimmt auf Wasser und auch wenn man noch so kräftig rührt und schüttelt, das Öl legt sich nach kurzer Zeit wieder auf die Wasseroberfläche. Durch Emulgatoren verbindet sich die Öl- mit der Wasserphase und es entsteht eine milchige Konsistenz, die je nach Öl- oder Wassergehalt flüssiger oder cremiger ist.

Emulsionen werden häufig in der Kosmetikindustrie verwendet, da sie eine hervorragende Möglichkeit sind, der Haut Feuchtigkeit und Schutz zu spenden. Ob Naturkosmetik, Biokosmetik oder selbstgemachte Kosmetik, Emulsionen finden sich überall. 

Lies gerne weiter, um mehr über die verschiedenen Arten von Emulsionen und deren Vorteile zu erfahren. 



Emulsion Hand

 

Arten von Emulsionen in der Kosmetik

Eine einfache Emulsionen besteht aus einer wässrigen Phase, einer Ölphase und einem Emulgator. 


Je nach chemischer Beschaffenheit der Emulsion erhält man Öl-in-Wasser- (O/W), Wasser-in-Öl- (W/O), Wasser-in-Silikon- (W/Si) oder Silikon-in-Wasser- (Si/W) Emulsionen.


Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W)

Öl-in-Wasser-Emulsionen sind Systeme, in denen Öltröpfchen im Wasser dispergiert sind.

Sie werden am häufigsten in der Kosmetik verwendet, da sie sich zur Herstellung von Cremes und Lotionen für alle Hauttypen eignen. Außerdem sind sie in ihrer Haptik eher leichter,sind  etwas flüssiger und ziehen schnell ein.


Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O)

Wasser-in-Öl-Emulsionen sind Systeme, in denen Wassertröpfchen im Öl dispergiert sind.

Sie ergeben dickere und dichtere Cremes, die sich hervorragend für trockene Haut eignen. Meistens ziehen sie nicht ganz so schnell ein und hinterlassen ein eher fettiges Gefühl auf der Haut.


Wasser-in-Silikon-Emulsionen (W/Si)

Wasser-in-Silikon-Emulsionen sind Systeme, in denen Wassertröpfchen im Silikon dispergiert sind.


Silikon-in-Wasser-Emulsionen (Si/W)

Wasser-in-Silikon-Emulsionen bestehen aus unlöslichen Silikontröpfchen, die gleichmäßig in Wasser dispergiert sind.


Mehrfache Emulsionen

Multiple Emulsionen sind komplexer und bestehen aus mehr als zwei Phasen, wie z. B. Wasser-in-Öl-in-Wasser (W/O/W) oder Öl-in-Wasser-in-Öl (O/W/O), und können mit mehr als einem Emulgatortyp gebildet werden.


Mikroemulsionen

Mikroemulsionen bestehen aus Mikrotröpfchen einheitlicher Größe, die in größere Tröpfchen der vorhergehenden Phasen eingefügt sind.




Vorteile von Emulsionen 

 

  • Emulsionen sind eine großartige Möglichkeit, zwei aktive Vorteile aus zwei abstoßenden Komponenten zu kombinieren
  • Sie eignen sich hervorragend als Feuchtigkeitsspender und ziehen je nach Art der Emulsion, schneller oder langsamer in die Haut ein bzw. hinterlassen ein eher seidiges, trockenes oder reichhaltigeres Finish
  • Emulsionen können als Basis für Wirkstoffe dienen

 

Emulgatoren und Stabilisatoren - das Geheimnis langanhaltender Emulsionen

Emulgatoren werden als wasserlösliche Polysaccharide definiert und werden aus Pflanzen, Algen oder Mikroorganismen gewonnen. Polysaccharide sind eine Art von Kohlenhydratmolekülen, die aus langen Ketten von Einfachzuckern bestehen.

Ihr Zweck in kosmetischen Formulierungen ist es, die Stabilität, die Textur und das natürliche Aussehen von Zubereitungen zu erhalten oder zu verbessern und dafür zu sorgen, dass diese Eigenschaften über einen ausreichend langen Zeitraum erhalten bleiben.

Die wichtigste Funktion eines Emulgators besteht darin, die Auflösung und Viskosität der Inhaltsstoffe in einer Emulsion zu erleichtern und so ihre Homogenität zu erhalten und die Bildung möglicher Kristalle zu vermeiden, die ihre Textur beeinträchtigen.

Darüber hinaus sind Stabilisatoren in der Lage, die Mobilität des Wassers zu verändern, wodurch sich die strukturellen Eigenschaften einer Emulsion, wie z. B. die Rheologie, die Homogenität des Aussehens, die Funktionalität und die physikalische Stabilität während der Herstellung, des Vertriebs und des Endverbrauchs einstellen lassen.

Eine weitere Funktion dieser Zusatzstoffe ist die Bildung und Stabilisierung des Schaums, der in einer Vielzahl von kosmetischen Produkten erzeugt wird.


Emulsion vs. Emulgatoren

Während Emulsionen ein Gemisch aus zwei verschiedenen Flüssigkeiten sind, ist ein Emulgator eine Substanz, die die Mischung der Emulsion unterstützt.


Co-Emulgatoren

Ein Co-Emulgator ist eine Substanz mit geringer Emulgierkraft, die eine andere Substanz mit höherer Kraft ergänzen kann. D.h. ein Stoff, der allein keine Emulsion stabilisieren kann, aber in Kombination mit einem anderen Stoff eine Emulsion stabil macht.



Mikrobielle Anfälligkeit von Emulsionen

Ölbasierte Kosmetik wird generell als nicht anfällig für eine mikrobielle Besiedelung eingestuft.  Sobald Kosmetik aber Wasser enthält, muss sie konserviert werden. Das liegt daran, dass sich ohne eine zuverlässige Konservierung schnell Keime, Bakterien und Hefen bilden. 

Diese mikrobielle Verkeimung von Produkten muss dringend verhindert werden, denn sonst können unangenehme Nebenwirkungen nach der Anwendung auftreten. Insbesondere wenn Wasser und Öl zu einer Emulsion vermischt werden, ist die Anfälligkeit für eine Verkeimung des Produkts noch höher als bei reinen wasserbasierten Produkten. Das liegt daran, dass die Öle sozusagen wie Futter für die durch das Wasser entstandenen mikrobiellen Organismen wirkt. 

Emulsionen müssen daher immer konserviert werden und in der Regel sollten hier sehr wirksame Konservierungsmittel zum Einsatz kommen.




Verzicht auf deklarierte Konservierungsstoffe

Um eine Hautpflege ohne deklarationspflichtige Konservierungsstoffe zu erhalten, kann man die LIPID GLORY Produkte von CRAFT & CARE nutzen.

Die ölbasierten Balsame und Ölseren aus pflanzlichem und kontrolliert biologischem Anbau müssen enthalten keine Konservierungssysteme, da sie kein Wasser enthalten. 

Die wasserbasierten Produkte von LIPID GLORY werden mit multifunktionalen Wirkstoffen formuliert. Diese wirken im Produkt wie auch auf der Haut einer Verkeimung entgegen und spenden der Haut darüber hinaus intensive Feuchtigkeit. 

Um auf Emulsionen nicht verzichten zu müssen, kann man die LIPID GLORY Öle und das Hydrating Serum nutzen, um seine eigene individuelle Emulsion zu erhalten.



Mische deine individuelle Emulsion

Die Ölseren und die puren pflanzlichen Öle von LIPID GLORY , verbinden sich in sekundenschnelle mit dem Hydrating Serum zu einer spontanen Emulsion. 

Emulsionen können in manchen Pflegeroutinen praktisch sein, da sie je nach Konsistenz schneller einziehen und ein anderes Finish hinterlassen. 

Mit mit den LIPID GLORY Ölen in Kombination mit dem Hydrating Serum, kannst du selbst entscheiden, wie leicht oder wie reichhaltig, dein Fluid, deine Lotion oder Creme sein soll. Mix dir, nach deinen individuellen Bedürfnissen, eine frische Emulsion, ganz ohne Emulgatoren, zusätzliche Konservierungsstoffe, Gelbildner oder Stabilisatoren.

Eine kleine, beliebige Menge des Serums wird mit ein paar Tropfen Öl, in der Handinnenfläche mit schnellen und kreisenden Fingern, zu einer Emulsion vermischt und anschließend sanft einmassiert.

Zuvor kann die Haut mit dem feuchtigkeitsspendenden und ausgleichenden Balancing Toner vorbereitet werden. Auch das Hydrating Serum selbst, kann vor dem Auftragen der Emulsion, für einen Extra Feuchtigkeits Booster sorgen.

 

 

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